Projekte

 

 Aktion Mensch – Projektförderung für das Vorhaben „Integrationslotsen des Interkulturellen Jugendzentrums - Junge Menschen mit Migrationshintergrund als Brückenbauer in der Flüchtlingsarbeit“ (Durchführungszeitraum: 1. Mai 2017 – 30. April 2020)

Im Rahmen von insgesamt 9 Maßnahmen im Jahr (drei je Maßnahmenreihe) möchte der Spanische Bundesverband einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von jungen Geflüchteten in der Kommune Remscheid leisten. Ein Teil der Maßnahmen richtet sich in erster Linie an junge MigrantInnen unterschiedlicher Herkunft aus unserem Jugendzentrum, die durch Qualifizierungsveranstaltungen für das Flüchtlingsthema und für Neuankömmlinge sensibilisiert werden und sie bei der erfolgreichen Integration begleiten sollen. Als Integrationslotsen sollen diese Jugendlichen, die im Laufe ihrer Migrationsgeschichte die im Rahmen der interkulturellen Maßnahmen unseres Jugendzentrums und im Laufe des Aktion Mensch-Projektes zur Integration von jungen Fachkräften erworbenen Kenntnisse, mit der notwendigen Sensibilität und Ausdauer, in der ehrenamtlichen Arbeit mit jungen Geflüchteten einbringen. Die eigene Migrationsbiographie und die verschiedenen (mutter-)sprachlichen Ressourcen verschaffen ihnen das nötige Vertrauen und eine Vorbildfunktion für diese neuen Zuwanderer. Parallel hierzu sollen die Geflüchteten direkt, im Rahmen von Informations-/Orientierungsseminaren, praktische Infos zur Verbesserung ihrer neuen Lebenssituation in der Fremde erhalten. Die bisher erfolgreichen Angebote unseres Jugendzentrums, wie Sozialberatungsangebote, Informationsveranstaltungen und freizeitgestaltende Kurse, die bisher auf junge Zuwanderer aus Südeuropa und weitere in Remscheid ansässige Jugendliche mit Migrationshintergrund zugeschnitten waren, sollen darüber hinaus auf junge Geflüchtete erweitert werden. Innerhalb der dritten Maßnahmenreihe, den Gesprächskreisen gegenseitigen Austauschs und Dialogs, sollen die jungen Geflüchteten mit den jungen für dieses Vorhaben gewonnenen Ehrenamtlern und weiteren Jugendlichen, die sich aktiv in der ehrenamtlichen Arbeit beteiligen möchten, zusammenkommen und ihre unterschiedlichen Wertevorstellungen und daraus resultierenden Konfliktsituationen ergründen und Lösungsansätze für ein verbessertes Zusammenleben ergründen. Gleichzeitig möchten die jungen Flüchtlinge dazu motivieren, sich sowohl in unserem Jugendzentrum als auch in unseren ortsansässigen Mitgliedsvereinen in Form kulturellen, gastwirtschaftlichen und handwerklichen Aktivitäten, bspw. bei Großveranstaltungen wie dem Weltfrauentag, den Tag der Arbeit, Sommerfesten, unterschiedlichen Seminaren, usw., zu engagieren, um so dem derzeitigen Mangel an Ehrenamtlern in MSOs entgegenzuwirken. 


 

Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW - „Junge Fachkräfte in die neue Heimat“ (Durchführungszeitraum: 1. Mai 2017 – 31. Dezember 2017)

Das Interkulturelle Jugendzentrum möchte durch dieses Projekt die notwendigen wirtschaftlichen und personellen Ressourcen schaffen, damit in Remscheid eine Willkommens- und Anerkennungskultur etabliert wird und dort ein wahrer Informations- und Orientierungspunkt für viele der benannten "neuen jungen Fachkräfte", die, größtenteils aus Südeuropa stammend (aus Ländern wie Italien, Griechenland, Türkei oder Spanien aber verschiedener Herkunft), die völlig desorientiert nach Deutschland kommen, entwickeln und somit Brücken zwischen diesen Neuzuwanderern und der deutschen Aufnahmegesellschaft bzw. der bereits bestehenden Regeldienste der Migrationserstberatung schaffen. Um der wiedergegebenen Situation auf positive Weise entgegenzuwirken, möchten wir mit diesem Projekt dem Kollektiv junger MigrantInnen mit seinem in der Innenstadt bereits bestehenden und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbaren Interkulturellen Zentrum auf diese MigrantInnengruppe abgestimmte Informationsveranstaltungen und Workshops organisieren und dabei mit den als Kooperationspartner genannten Einrichtungen und anderen sozialen und freizeitgestaltenden Einrichtungen zusammenarbeiten. Das Interkulturelle Jugendzentrum wird seit über sechs Jahren für seine vorbildliche Integrationsarbeit anerkannt, ist darüber hinaus Mitglied des örtlichen Integrationsnetzwerkes und des Vereins "Remscheid tolerant" und liefert damit einen weiteren Baustein, um die Integrationsarbeit vor Ort noch effektiver zu gestalten, die Entwicklung junger Menschen zu fördern und ihre Integration zu stärken. Das Vorhaben richtet sich an junge in Remscheid und Umgebung, aber auch über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus lebende junge MigrantInnen, in erster Linie junge Neuzuwanderer aus Südeuropa mit dringendem Unterstützungsbedarf, aber auch junge MigrantInnen aus anderen Ländern, im Alter von 14 bis ca. 27 Jahren. In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der Zuzüge von Ausländern in Remscheid von 1.009 Zuzügen in 2009 auf 1.645 Zuzügen im vergangenen Jahr stetig angestiegen. Auf die Altersgruppe der 14 bis 27-Jährigen bezogen hat sich die Zahl der Einwanderer von in 2009 auf in 2016 erhöht. Aktuell liegt der Ausländeranteil bei knapp 14 % und der Prozentsatz von Menschen mit Migrationshintergrund bei ca. 30 %. Es soll, wie oben beschrieben, die Gruppe junger MigrantInnen unterschiedlicher Herkunft in Remscheid erreicht werden, wobei wir damit rechnen, eine Anzahl von 2000 - 3000 der insgesamt Jugendlichen mit Migrationshintergrund für unser Vorhaben zu gewinnen bzw. die von diesem Projekt profitieren können. Projektziel ist es, Informations- und Orientierungsveranstaltungen für jeweils 20 bis 25 TeilnehmerInnen in unseren jeweiligen Stützpunkten sowie spezifische Weiterbildungsangebote einzurichten, die sich speziell an junge orientierungslose Fachkräfte, die nach Remscheid auswandern wollen oder sich bereits hier aufhalten, sowie an junge MultiplikatorInnen und Lotsen aus den Mitgliedsorganisationen des Trägers und weiterer Migrantenorganisationen, die diesen jungen Menschen beratend zur Seite stehen könnten, richten. In den Workshops sollen wichtige Informationen für den Zugang zu einer qualifizierten Beschäftigung und einer ökonomisch und sozial gesicherten Niederlassung in Deutschland, wie Sprach- und Informationskurse, soziale Absicherung, Krankenversicherung oder Ratschläge für eine effektive Arbeits- und Wohnungsmarktsuche, im Detail behandelt werden. 






Integrationsagentur Rheinisch-Bergischer Kreis/Wermelskirchen (Durchführungszeitraum: 1. Februar 2013 - 31. Dezember 2018)

Träger der Integrationsagentur soll der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V. sein.
Wegen fehlender Informationen, Zeitmangel oder auch aus Scham haben viele MigrantInnen gesundheitliche, soziale und berufliche Einrichtungen bisher nicht wahrgenommen. Auch auf Grund der Sprachbarriere und Personals, das oft keine Sensibilität für ihre Situation entwickelt hat, nutzen MigrantInnen diese Angebote nicht ausreichend. Dies gilt auch für die Inanspruchnahme seniorenspezifischer Angebote, die nicht ihren migrationspezifischen Bedürfnissen entsprechen. Eine gelungene IA-Arbeit kann aber einzig und allein als soziokulturelles Vorhaben verstanden werden, wenn bei den verschiedenen Ideen und Zielsetzungen der in ihm integrierten MigrantInnengruppen, der Austausch mit und die Annäherung an die deutsche Gesellschaft als vorauszusetzende Grundprinzipien angesehen werden. Eine Integrationsagentur soll eine Bereicherung für die Gesamtgesellschaft und somit für den Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt darstellen. Dies kann nur geschehen, wenn die dafür geplanten sozialen Aktivitäten und Veranstaltungen und weitere Projekte mit soziokulturellem Charakter immer in Einklang mit der deutschen Bevölkerung durchgeführt werden und in diesem Sinne auch für sie bestimmt und angesetzt werden. Demnach besteht in diesem Wirkungsbereich ein großer Bedarf zur Errichtung einer Integrationsagentur, durch welche die MigrantInnenbevölkerung sich, im Hinblick auf ihre Problemstellungen und Bedürfnisse, mit der deutschen Gesellschaft austauschen kann und die Weichen für ein gemeinsames Verständnis und ein besseres Miteinander gestellt werden.  

 

Vor diesem Hintergrund wollen wir mit dem Aufbau einer Integrationsagentur die Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund in Wermelskirchen und Umgebung unterstützen, wobei wir damit rechnen, dass eine Anzahl von 500 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unsere Angebote nutzen werden. Da nach jetzigem Stand auch in den nahegelegenden Nachbarstädten Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath und Rösrath keine Integrationsagentur existiert, möchte der Spanische Bundesverband auch Migranten aus diesen Städten in ihre interkulturelle Unterstützungsangebote einbeziehen. Hierdurch können insgesamt weitere 10.000 Menschen potentiell erreicht werden. Der Spanische Bundesverband möchte der Gruppe der spanischsprachigen und nichtspanischsprachigen MigrantInnen hiermit ein auf diese MigrantInnengruppe abgestimmtes Angebot machen und dabei mit den ortsansässigen Einrichtungen, wie mit anderen sozialen und freizeitgestaltenden Einrichtungen kooperieren. Mit diesem Projekt soll sich diese Integrationsagentur mit ihrem Angebot zu einer feste Größe im Leben der MigrantInnen etablieren und auch von der übrigen Bevölkerung wahrgenommen werden. Die Integrationsagentur des Spanischen Bundesverbandes soll gleichzeitig das bürgerschaftliche Engagement von Migrantinnen und Migranten in besonderer Weise unterstützen. Sie soll die Mitgliedsorganisationen, Elternvereine, Kulturzentren beraten, Räume für die Gruppen und Organisationen bieten, um Seminare und Workshops zu wichtigen Themen der Integrationsarbeit für spanische und andere MigrantInnen durchzuführen. Sie soll regelmäßig den interkulturellen Dialogsprozess auf lokaler, landes- und bundesweiter Ebene, initiiert bedarfsgerechte Maßnahmen und Projekte in den einzelnen Sozialräumen begleiten und sich aktiv an den lokalen Netzwerken beteiligt. Durch Mobilisierung ehrenamtlichen Engagements und durch den Versuch, künftige weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern, möchte der Spanische Bundesverband diese Integrationsagentur über die Projektzeit hinaus zu einer festen Institution für den Wirkungsbereich in Wermelskirchen und Umgebung machen. Ziel ist es, einen erheblichen Beitrag dafür zu leisten, dass MigrantInnen sich in Wermelskirchen und Umgebung „daheim“ und nicht „in der Fremde“ fühlen und in der Mitte der Gesellschaft ankommen. 

KOMM-An NRW – „Stärkung der Integrationsagenturen“ (Durchführungszeitraum: 1. Januar - 31. Dezember 2018)

Wir möchten mit dieser spezifischen Maßnahme junge Menschen von 14 bis 27 Jahren, die Mitglieder unseres seit April 2011 bestehenden Interkulturellen Jugendzentrums sind, und neu zugezogene Flüchtlinge, insbesondere innerhalb des zahlenmäßig überwiegenden Kollektivs junger Männer bis 27 Jahren zusammenbringen. Die in Remscheid ansässigen Jugendlichen sollen in Form von sozialpädagogisch geleiteten Vernetzungsgesprächskreisen für die Flüchtlingsdebatte sensibilisiert und dies zu einem konstruktiven Umgang mit diesen Themen mittels der oben genannten Aktivitäten genutzt werden. Zudem soll das Zusammenleben von jungen Geflüchteten und weiteren Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in Remscheid durch den hier entstehenden gegenseitigen Dialog und Austausch verbessert werden. Das Projekt richtet sich einerseits an die Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund von 14 bis 27 Jahren, die wir seit April 2011 für das soziale Engagement und die Teilnahme an den Maßnahmen unseres Interkulturellen Jugendzentrums in Remscheid gewinnen konnten. Darüber hinaus werden wir mittels der sozialen Netzwerke, des städtischen Jugendamtes, des Jugendrates und des Jugendhilfeausschusses weitere Jugendliche und junge Menschen ansprechen, um sie für unser Vorhaben zu gewinnen. Auf der anderen Seite möchten wir durch die Aktivierung der jungen Ehrenamtlichen die Gruppe junger Geflüchteter bis 27 Jahre in Remscheid bei ihrem Sozialisierungs- und Integrationsprozess in einer neuen Heimat mit unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Werten unterstützend begleiten. Es ist vor allem diese Gruppe, die in Remscheid und Umgebung den höchsten Unterstützungsbedarf aufweist. 1.Unterziel: Behebung des Informations- und Orientierungsdefizites der Zielgruppe im Hinblick auf die Neuzuwanderung aus Flüchtlingsgebieten durch Vortrags- und Gesprächskreise 2. Unterziel: Analyse des interkulturellen Zusammenlebens zwischen Flüchtlingen, Einheimischen und bereits ansässigen Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb des Projektortes 3.Unterziel: Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund und Erarbeitung von Strategien zur Lösung von Konfliktsituationen

 

 

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